Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

Klostermuseum zeigt spannend 900 Jahre Kloster- und Zeitgeschichte

8. März @ 15:00 - 18:00

Seit der Eröffnung vor 2 Jahren hat sich das Museum erfreulich weiterentwickelt.

So ist z. B. der „Star“ unter den Ausstellungsstücken, die einmalige Figur des Hauptstifters und ersten Fürstbischofs von Münster, Hermann II, auf den Sockel gestellt und in eine Glasvitrine eingefaßt. Zu wertvoll ist dieses Meisterwerk der Steinmetzkunst aus der berühmten Dombauhütte von Hilger Hertel dem Älteren, der übrigens an der Kölner Dombauhütte sein Handwerk erlernte.

Die Beleuchtung hat sich erheblich verbessert. Neue Vitrinen zeigen interessante Devotionalien und Exponate aus der Klosterzeit. Außerdem wurde im Kernbereich eine Sonderausstellungsfläche für aktuelle Themen geschaffen. (Fotographie, Malerei ect) Im Vorraum des Museums wird die Neuzeit ab 1803 vor allem mit vielen interessanten Bildern präsentiert. Der Kernbereich zeigt die Zeit ab 1134 bis 1803. Auch neue geschichtliche Themen in Wort und Bild sind hinzugekommen. So z.B. die Chronik des Hofes Wadenhart (heute Meier Westmeyer)

Umfangreich aufgearbeitet ist auch das Thema Wasserwirtschaft, expliziert mit neuen Erkenntnissen zum Thema Hühnermoor, das sich mit großer Wahrscheinlichkeit um eine Abgrabungsmaßnahme der Mönche im Zuge der Neustrukturierung der Wasserwirtschaft um 1450 handelt.

Obwohl noch  einiges „Rohmaterial“ auf die museale Aufarbeitung wartet, zeigt das Museum doch einen sehr guten Überblick über diesen fast tausendjährigen Zeitraum. In musealer Vorbereitung  befinden sich die Themen: Abt Rulle, Sendgericht, Gerichtsbarkeit des Klosters, sowie ein historisches Grundrissmodell. Seit kurzem ist das Museum auch kpl. in Wort und Bild digital in einer Datei erfaßt und einsehbar. Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, kann sich gerne bei Museumsleiter Leonhard Sieweke melden. Er ist 75 Jahre alt geworden und möchte dieses Hobby später einmal in andere Hände geben.

An dieser Stelle soll einmal mehr mit dem Vorurteil aufgeräumt werden: Geschichte sei verstaubt, langweilig und rückwärtsgewandt. Genau das Gegenteil dürfte der Fall sein. Geschichte wiederholt sich nie 1 zu 1, jedoch lehrt sie die Erfahrung von Verhaltensmustern, die auch heute  in abgewandelter Form wieder auftauchen. Insofern ist ein Museumsbesuch  immer eine gute Art von politischer Bildung.

Da sich das Museum in den privaten Räumen des Hotels Klosterpforte befindet ist eine Daueröffnung nicht möglich. Deshalb wird am So. den 8.3. von 15 – 18 Uhr eine Öffnung für Jedermann angeboten. Der Zugang zum Museum befindet sich hinter der Abtei.  Kleinere oder auch größere Gruppen werden um eine Terminvereinbarung gebeten. Kontakt: L.Sieweke 05247-8359 / LASieweke@gmail.com.

Lassen Sie sich entführen in die Marienfelder Geschichte. Schließlich war das Kloster über 600 Jahre ein kleiner Herrschaftsteil des sog. „Heiligen römischen Reiches Deutscher Nation“, in dem die Äbte absolute Macht hatten und nicht einmal päpstlichen  Weisungen unterlagen. Für die Führung wird ein kleiner Eintritt erhoben. Dafür gibt es zum Abschluß ,bei hoffentlich reger Diskussion und anregenden Gesprächen ein Gläschen Wein mit gregorianischer Hintergrundmusik.

Details

  • Datum: 8. März
  • Zeit:
    15:00 - 18:00

Veranstaltungsort