Harsewinkel reagiert auf Bronzediebstähle – Denkmäler werden nachts weggeschlossen

Harsewinkel, 1. April 2026. Die in den vergangenen Monaten gehäuft aufgetretenen Diebstähle von Bronzeskulpturen in Harsewinkel und Greffen haben in der Bevölkerung für erhebliche Verunsicherung gesorgt. Vor diesem Hintergrund arbeitet die Stadt Harsewinkel gemeinsam mit Chris Brentrup, Ulrike Dietrich und Reinhold Everding von der Werbegemeinschaft Harsewinkel derzeit an einem ebenso ungewöhnlichen wie innovativen Sicherheitskonzept.

Kern der Überlegungen ist die Einführung eines Patenschaftsmodells, bei dem örtliche Gewerbetreibende Verantwortung für einzelne Bronzedenkmäler im Stadtgebiet übernehmen. Ziel ist es, die wertvollen Kunstwerke künftig besser vor dem Zugriff organisierter Metalldiebe zu schützen und gleichzeitig das bürgerschaftliche Engagement zu stärken.

Kunstwerke nachts wegsperren!

Nach dem derzeit diskutierten Konzept sollen die Denkmäler in den Abendstunden – vor Einbruch der Dunkelheit – von ihren jeweiligen „Paten“ fachgerecht demontiert und an einem zentralen, gesicherten Ort eingelagert werden. Als möglicher Standort für diese nächtliche Verwahrung wird eine geeignete Lagerhalle beim Landmaschinenhersteller CLAAS in Betracht gezogen, wo ausreichend Kapazitäten sowie entsprechende Sicherheitsvorkehrungen vorhanden sind.

Morgens ab 5 Uhr wieder aufstellen!

In den frühen Morgenstunden – geplant ist eine Ausgabe ab 5:00 Uhr – sollen die Skulpturen dann wieder an die jeweiligen Paten übergeben werden, die sie im Anschluss an ihren angestammten Standorten im Stadtgebiet montieren. Auf diese Weise soll gewährleistet werden, dass das gewohnte Stadtbild für Bürgerinnen und Bürger sowie Besucherinnen und Besucher erhalten bleibt, während gleichzeitig ein Höchstmaß an Sicherheit in den Nachtstunden erzielt wird.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den größeren und schwereren Kunstwerken: „Für einzelne Skulpturen wird nach aktuellem Stand der Überlegungen der Einsatz mehrerer Personen erforderlich sein, da diese aufgrund ihres Gewichts weder von einer Einzelperson sicher demontiert noch transportiert werden können“, so Chris Brentrup. In diesen Fällen ist vorgesehen, dass sich mehrere Gewerbetreibende zu Patenschaftsgemeinschaften zusammenschließen und die logistischen Aufgaben gemeinsam übernehmen. Entsprechende Abstimmungen laufen bereits.

Wie aus gut informierten Kreisen verlautet, haben sich bereits mehrere Gewerbetreibende bereit erklärt, eine solche Patenschaft zu übernehmen. Die Resonanz wird als durchweg positiv beschrieben, wenngleich weiterhin zusätzliche Unterstützer gesucht werden, um eine flächendeckende Sicherung aller Denkmäler zu gewährleisten.

Vertreter der Initiative betonen, dass es sich hierbei nicht nur um eine pragmatische Reaktion auf die jüngsten Vorfälle handele, sondern auch um ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt innerhalb der Stadtgemeinschaft. „Der Schutz unserer öffentlichen Kunst ist eine gemeinsame Aufgabe“, heißt es aus dem Kreis der Beteiligten.

Starten soll das Modell mit Unterstützung der Werbegemeinschaft Harsewinkel bereits heute – am 1. April 2026!

Pünktlich zum Einbruch der Dunkelheit werden jeden Abend die Bronzedenkmäler eingesammelt und am nächsten Morgen ab 5:00 Uhr wieder aufgestellt.

Fotos KI: Marktplatz Harsewinkel, 1. April 2026