{"id":12185,"date":"2025-10-27T11:36:06","date_gmt":"2025-10-27T10:36:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.marktplatz-hsw.de\/?p=12185"},"modified":"2025-10-27T11:36:06","modified_gmt":"2025-10-27T10:36:06","slug":"fortbildungsreihe-netzwerk-kinderschutz-schutz-an-schulen-stolperstellen-erkennen-loesungen-gestalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.marktplatz-hsw.de\/index.php\/2025\/10\/27\/fortbildungsreihe-netzwerk-kinderschutz-schutz-an-schulen-stolperstellen-erkennen-loesungen-gestalten\/","title":{"rendered":"Fortbildungsreihe Netzwerk Kinderschutz: Schutz an Schulen \u2013 Stolperstellen erkennen, L\u00f6sungen gestalten"},"content":{"rendered":"<p><strong>G\u00fctersloh.<\/strong> Warum ist Kinderschutz an Schulen so wichtig? Welche Stolperstellen gibt es und wie kann es mehr Kinderschutz im Schulalltag geben? Mit diesen Fragen besch\u00e4ftigte sich die Fortbildungsreihe des Netzwerks Kinderschutz in einer Veranstaltung zum Kinderschutz an Schulen. An den Vortr\u00e4gen und Workshops nahmen rund 80 p\u00e4dagogische Fachkr\u00e4fte unter anderem aus Schulen, Kitas, der freien Jugendhilfe, der Polizei und aus dem Bereich Gesundheit teil. Das inzwischen dritte Modul der Fortbildungsreihe fand im Kreishaus G\u00fctersloh statt.<\/p>\n<p>\u201eSchulen sind Lebensorte, wo Kinder einen gro\u00dfen Teil ihres Alltags verbringen \u2013 Schulen sind damit einer der wichtigsten Orte, um Schutz und Unterst\u00fctzung zu gew\u00e4hrleisten\u201c, erkl\u00e4rt Ines Szepanski, Koordinatorin des Netzwerkes Kinderschutz und Mitarbeiterin in der Abteilung Jugend des Kreises G\u00fctersloh. Die Veranstaltung sensibilisierte daf\u00fcr, Stolperstellen im Kinderschutz an Schulen sichtbar zu machen. Au\u00dferdem wurde aufgezeigt, dass Kinderschutz nicht alleinige Aufgabe der Jugendhilfe ist, sondern in Schulen genauso zentral verankert werden muss. \u201eSchulen sind nicht nur Bildungsorte, sondern tragen auch Verantwortung im Kinderschutz und in der Kooperation mit Jugendhilfe und anderen Institutionen\u201c, erkl\u00e4rte Referent Florian Sandmann, Leiter der Mosaikschule und Teilnehmer der Steuerungsgruppe des Netzwerks. Gemeinsam mit Michaela Hartmann, Netzwerkkoordinatorin Kinderschutz der Stadt G\u00fctersloh, gestaltete Sandmann die Veranstaltung. \u201eBesonders wichtig ist die fr\u00fche Wahrnehmung von Auff\u00e4lligkeiten: Lehrkr\u00e4fte, Schulsozialarbeit, schulpsychologische Fachkr\u00e4fte und p\u00e4dagogisches Personal beispielsweise im Offenen Ganztag erleben Kinder im Alltag und k\u00f6nnen Ver\u00e4nderungen oder Auff\u00e4lligkeiten schnell bemerken\u201c, erkl\u00e4rte Sandmann.<\/p>\n<p>Janna Jopt und Dr. Marc Vierhaus von der Bildungs- und Schulberatung des Kreises gaben nicht nur einen Einblick in ihre Arbeit, sondern zeigten auf, wie Pr\u00e4vention, Beratung und Beziehungsarbeit zusammenwirken. Die Teilnehmenden konnten aus dem Vortrag mitnehmen, dass Schulpsychologie nicht nur Krisenintervention bedeutet, sondern auch Pr\u00e4vention, Beziehungsarbeit und St\u00e4rkung von Kindern, Jugendlichen und Lehrkr\u00e4ften. Und dies ganz im Sinne des \u201aOrdinary-Magic\u2018-Gedankens, welcher besagt, dass kleine, allt\u00e4gliche Gesten gro\u00dfe Wirkung erzielen und die Resilienz von Sch\u00fclern st\u00e4rken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zudem waren Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus G\u00fctersloher Schulen vor Ort, um den Fachkr\u00e4ften eine andere Perspektive aufzuzeigen: Wie erleben Sch\u00fcler den Kinderschutz selbst? Dabei war es den Organisatoren wichtig, dass nicht nur \u00fcber Sch\u00fcler, sondern eben auch mit ihnen gesprochen wird. \u201eEin wichtiger Aspekt, der dabei zutage trat war, dass einige der anwesenden Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler offen davon sprachen, wie belastend es teilweise sein kann, sich im Unterricht zu beteiligen, da es mehrere Beispiele gab, wo von Mobbing im Anschluss an die Unterrichtsstunde berichtet wurde, eben weil sie im Unterricht mitwirken\u201c, erkl\u00e4rt Netzwerkkoordinatorin Hartmann.<\/p>\n<p>An verschiedenen Workshoptischen unter anderem zu den Themen: Risikozonen im Schulumfeld, Vertrauenspersonen und Ansprechbarkeit, Mitteilungsstrukturen und Schweigepflichtgrenzen, Krisenintervention und Notfallabl\u00e4ufe stiegen die Teilnehmenden noch konkreter in die Thematik ein. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es den Teilnehmenden ist, dass man Sch\u00fcler mehr zu Wort kommen lassen sollte und Strukturen daf\u00fcr schafft, regelm\u00e4\u00dfig mehr mit ihnen ins Gespr\u00e4ch zu kommen. \u201eEine R\u00fcckmeldung eines Tisches war, dass man \u00fcber die Einrichtung von Lotsenfunktionen viele Stolperstellen verringern kann. Ein weiterer L\u00f6sungsansatz war, an den Schulen spezielle Kinderschutz-Teams einzurichten. Diese sollen neben dem Spezialwissen, wen man in schwierigen Situationen ansprechen kann, auch aktiv bei der Schutzkonzeptentwicklung mitwirken\u201c, fasst Hartmann zusammen. Vielen Teilnehmern sei es auch neu, dass es ein Krisenteam bei der Bildungs- und Schulberatung gibt, an die man sich ebenfalls wenden k\u00f6nne. \u201eDurch den Austausch in den Workshops wurde viel Wissen der jeweiligen Professionen mit den anderen Professionen geteilt, viele Handlungsunsicherheiten konnten so verringert werden\u201c, res\u00fcmiert die Organisatorin. \u201eEin Lehrer kann sich zum Beispiel auch f\u00fcr die eigene St\u00e4rkung oder in F\u00e4llen, in denen sexuelle Gewalt vermutet wird, Beratung beim Wendepunkt holen\u201c. Durch diesen interdisziplin\u00e4ren Austausch der Lehrkr\u00e4fte, Schulpsychologie, Jugendhilfe und weiteren Akteuren soll die Zusammenarbeit zuk\u00fcnftig noch besser gelingen.<\/p>\n<p><u>Zum Thema: Netzwerk Kinderschutz<\/u><\/p>\n<p>Das Landeskinderschutzgesetz NRW verpflichtet die Jugend\u00e4mter seit dem 1. Mai 2022 kommunale Netzwerke zum Kinderschutz zu etablieren. Diese Netzwerke sollen eine effektive und schnelle Zusammenarbeit bei m\u00f6glichen Gef\u00e4hrdungen des Kindeswohls gew\u00e4hrleisten. Mit der Gesetzesnovelle erhofft sich die Landesregierung, dass Kindeswohlgef\u00e4hrdungen besser erkannt und abgewendet werden k\u00f6nnen. Die vier Jugend\u00e4mter der St\u00e4dte G\u00fctersloh, Rheda-Wiedenbr\u00fcck und Verl sowie des Kreises G\u00fctersloh haben sich zusammengeschlossen, um die im Gesetz beschriebenen Aufgaben kreisweit umzusetzen und die jeweiligen lokalen Netzwerke einzubinden. Jedes Jugendamt hat hierf\u00fcr eine Ansprechpartnerin als Netzwerk- und Koordinierungsstelle, die den Prozess im Aufbau verl\u00e4sslicher Strukturen und die Weiterentwicklung im Kinderschutz unterst\u00fctzt. Es wurde eine Steuerungsgruppe mit Fachkr\u00e4ften aus den verschiedenen, im Gesetz benannten Berufsgruppen, zur interdisziplin\u00e4ren Vernetzung im Kinderschutz eingerichtet. Diese unterst\u00fctzt auch die Netzwerkkoordinierenden bei der Organisation bedarfsgerechter Fortbildungsangebote f\u00fcr die am Netzwerk Teilnehmenden. Ganz nach dem Motto: \u201aAus dem Netzwerk, f\u00fcr das Netzwerk\u2018.<\/p>\n<p><u>Zum Thema: Kinderschutzkonferenz im Kreis G\u00fctersloh<\/u><\/p>\n<p>\u201eDie I. Kinderschutzkonferenz im Kreis G\u00fctersloh Fand im November 2023 statt und war ein wichtiger Schritt zur Umsetzung des neuen Landeskinderschutzgesetzes NRW\u201c, erkl\u00e4rt Ines Szepanski vom Kreis G\u00fctersloh. In der Stadthalle wurden in interdisziplin\u00e4ren Workshops Fallbeispiele analysiert, um sowohl f\u00f6rderliche Faktoren als auch Herausforderungen in der Kooperation zu identifizieren. Ziel war es, ein gemeinsames Verst\u00e4ndnis f\u00fcr den Kinderschutz zu f\u00f6rdern und die Transparenz in den Abl\u00e4ufen zu erh\u00f6hen. Aus diesen Workshops wurden Bedarfe erarbeitet, die bei der II. Kinderschutzkonferenz 2024 und in einer Fortbildungsreihe des kreisweiten Netzwerks Kinderschutz aufgegriffen wurden.<\/p>\n<p>Die III. Kinderschutzkonferenz im Kreis G\u00fctersloh findet am 19. November 2025 in der Stadthalle G\u00fctersloh statt.<\/p>\n<p><u>Zum Thema: Fortbildungsreihe des Netzwerks Kinderschutz<\/u><\/p>\n<p>Die Fortbildungsreihe des kreisweiten Netzwerks Kinderschutz soll den interdisziplin\u00e4ren Austausch zwischen den Berufsgruppen des Netzwerks st\u00e4rken. Die Fortbildungsreihe ist so konzipiert, dass jedes Modul ein f\u00fcr sich abgeschlossenes Schwerpunktthema beinhaltet. So ist es f\u00fcr die Teilnehmenden m\u00f6glich, auch nur einzelne Module zu besuchen. Es sollen j\u00e4hrlich zwei Module stattfinden. Die sechs Module werden wiederkehrend angeboten: \u201aKinderschutz und Jugendhilfe\u2018, \u201aKinderschutz und Gesundheit\u2018, \u201aKinderschutz und Schule\u2018, \u201aKinderschutz und Justiz\u2018 (Familiengericht und Strafverfolgung), \u201aKinderschutz und Polizei\u2018 sowie \u201aKinderschutz und Haltungen\u2018.<\/p>\n<p>Im August 2024 und M\u00e4rz 2025 fanden die ersten beiden Module \u201aKinderschutz und Jugendhilfe\u2018 sowie \u201aKinderschutz und Gesundheit\u2018 der Fortbildungsreihe des Netzwerks Kinderschutz im Kreishaus G\u00fctersloh statt. An der Konzeption und Organisation sind die Netzwerkkoordinatorinnen und die Steuerungsgruppe mit Vertretern aus den Handlungsfeldern Polizei, Justiz, Schule, Kinder- und Jugendhilfe und Gesundheit beteiligt.<\/p>\n<p>Das n\u00e4chste Fortbildungsmodul des Netzwerks findet im Fr\u00fchjahr 2026 statt: \u201aKinderschutz und Justiz\u2018.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-12186\" src=\"https:\/\/www.marktplatz-hsw.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/2025_10_27_Fortbildungsreihe_Kinderschutz_Schule-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"518\" srcset=\"https:\/\/www.marktplatz-hsw.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/2025_10_27_Fortbildungsreihe_Kinderschutz_Schule-Kopie.jpg 1000w, https:\/\/www.marktplatz-hsw.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/2025_10_27_Fortbildungsreihe_Kinderschutz_Schule-Kopie-300x155.jpg 300w, https:\/\/www.marktplatz-hsw.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/2025_10_27_Fortbildungsreihe_Kinderschutz_Schule-Kopie-768x398.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Referenten und Organisatoren der Fortbildung \u201aKinderschutz an Schulen\u2018 (v. l.): Ines Szepanski (Kreis G\u00fctersloh, Koordination Netzwerk Kinderschutz), Michaela Hartmann (Stadt G\u00fctersloh, Koordination Netzwerk Kinderschutz), Natalia Wolmann (Stadt Rheda-Wiedenbr\u00fcck, Koordination Netzwerk Kinderschutz), Janna Jopt (Kreis G\u00fctersloh, Bildungs- und Schulberatung), Lena Harms (Stadt G\u00fctersloh, Koordination Netzwerk Kinderschutz), Florian Sandmann (Schulleitung Mosaikschule) und Dr. Marc Vierhaus (Kreis G\u00fctersloh, Bildungs- und Schulberatung). Zur Koordination Netzwerk Kinderschutz geh\u00f6ren au\u00dferdem Yvonne Masjosthusmann und Berit R\u00fcrup von der Stadt Verl. Foto: Kreis G\u00fctersloh<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>G\u00fctersloh. Warum ist Kinderschutz an Schulen so wichtig? Welche Stolperstellen gibt es und wie kann es mehr Kinderschutz im Schulalltag geben? Mit diesen Fragen besch\u00e4ftigte sich die Fortbildungsreihe des Netzwerks Kinderschutz in einer Veranstaltung zum Kinderschutz an Schulen. 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