{"id":13758,"date":"2026-04-17T06:35:04","date_gmt":"2026-04-17T04:35:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.marktplatz-hsw.de\/?p=13758"},"modified":"2026-04-16T14:35:34","modified_gmt":"2026-04-16T12:35:34","slug":"nashornnachwuchs-im-zoo-osnabrueck-erfolgsgeschichte-wird-fortgesetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.marktplatz-hsw.de\/index.php\/2026\/04\/17\/nashornnachwuchs-im-zoo-osnabrueck-erfolgsgeschichte-wird-fortgesetzt\/","title":{"rendered":"Nashornnachwuchs im Zoo Osnabr\u00fcck: Erfolgsgeschichte wird fortgesetzt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Eine Woche alt ist das Nashornkalb im Zoo Osnabr\u00fcck und erkundet bereits neugierig den Stall. F\u00fcr den Zoo ist der erneute Nachwuchs ein gro\u00dfer Erfolg. Auch die Besucher konnten sich beteiligen und im Rahmen eines Namenswettbewerbs Vorschl\u00e4ge f\u00fcr den kleinen Bullen einreichen.<\/strong><\/p>\n<p>Gro\u00dfe Freude im Zoo Osnabr\u00fcck: Am Dienstag, 7. April 2026 um 4:22 Uhr kam nach einer Tragzeit von 520 Tagen ein gesundes Nashornkalb zur Welt. \u201eEs ist gro\u00dfartig, dass wir mit der Geburt des kleinen Nashornbullen die Erfolgsgeschichte unserer Nashornzucht fortsetzen konnten. Das verdanken wir vor allem dem engagierten Team rund um Tobias Klumpe und Zootierarzt Thomas Scheibe\u201c, betont Zoo-Pr\u00e4sident Dr. E.h. Fritz Brickwedde.<\/p>\n<p>Die Geburt selbst verlief schnell und wurde in der Nacht \u00fcber Kameras beobachtet. \u201eBei der routinem\u00e4\u00dfigen Kontrolle der Kamerabilder, konnte ich in dieser Nacht eine erhebliche Unruhe beobachten\u201c, berichtet Zoodirektor Tobias Klumpe. \u201eIm weiteren Verlauf konnte dann beim R\u00fcckw\u00e4rtsgehen des Tieres der Blasensprung gesehen werden und dann ging alles ganz schnell\u201c. Gemeinsam mit dem Zootierarzt Thomas Scheibe machte sich Klumpe direkt auf den Weg in den Zoo. \u201eFalls im weiteren Verlauf ein Eingreifen notwendig gewesen w\u00e4re, h\u00e4tten wir vor Ort handeln k\u00f6nnen\u201c, so der Biologe. Unmittelbar nach der Geburt zeigte das Kalb wichtige Lebenszeichen: Es befreite sich selbstst\u00e4ndig aus den Resten der Fruchth\u00fclle und begann sich gleich zu bewegen. \u201eDas sind genau die Signale, die wir gerne sehen wollen\u201c, erkl\u00e4rt Scheibe. \u201eDas Jungtier stand nach kurzer Zeit weitestgehend sicher und auch die ersten Trinkversuche konnten wenige Stunden nach der Geburt beobachtet werden. Auch im weiteren Verlauf zeigten sich viele typische Anzeichen f\u00fcr eine gute Mutter-Kind-Bindung\u201c. In den ersten Tagen lag der Fokus insbesondere darauf Mutter und Jungtier Ruhe zu geben und die weitere Entwicklung genau zu beobachten: \u201eDas Jungtier trinkt gut und wirkt insgesamt sehr vital. Wir sch\u00e4tzen das Gewicht auf etwa 50 bis 60 Kilogramm\u201c, so der Veterin\u00e4r.<\/p>\n<p><strong>Munteres Kalb auf Entdeckungstour<\/strong><\/p>\n<p>Direkten Kontakt zum Kalb hat der stellvertretende Revierleiter und Tierpfleger Nils Schr\u00f6er nicht, dennoch kennt er das Jungtier bereits gut durch die t\u00e4gliche Beobachtung. Schon am Tag der Geburt war das Geschlecht eindeutig zu erkennen: Es ist ein M\u00e4nnchen. \u201eDer kleine Bulle entwickelt sich sehr gut und nimmt stetig an Gewicht zu\u201c, so Schr\u00f6er weiter. Inzwischen erkundet das Jungtier neugierig den Stall, zeigt sich dabei jedoch etwas vorsichtiger als seine Schwester Lisbeth in den ersten Lebenstagen. Besonders auff\u00e4llig sind seine gro\u00dfen Ohren. Sein Horn ist hingegen bislang nur im Ansatz sichtbar. \u201eDas ist bei Breitmaulnash\u00f6rnern typisch und v\u00f6llig unbedenklich. Der H\u00f6rsinn ist deutlich besser ausgepr\u00e4gt als der Sehsinn und das Horn ist bei der Geburt so angelegt, damit es beim Geburtsvorgang nicht im Weg ist\u201c, erkl\u00e4rt der Tierpfleger. Auch das Mutter-Kind-Verhalten entwickelt sich aus Sicht des Teams sehr positiv. \u201eAmalie macht das bisher richtig gut und geht sehr behutsam mit ihrem Nachwuchs um\u201c, erkl\u00e4rt Schr\u00f6er. Die Bindung zwischen Mutter und Jungtier hat sich von Beginn an stabil entwickelt. Nashornkuh Amalie und ihr Kalb sind aktuell noch im Innenstall untergebracht, wo sie in Ruhe Zeit miteinander verbringen k\u00f6nnen. Auch abseits der ersten Beobachtungen zur Entwicklung des Jungtieres spielt der kleine Bulle bereits eine besondere Rolle im Zooalltag und bei den Besucherinnen und Besuchern. So wurden sie aktiv in die Namensfindung miteingebunden: In der vergangenen Woche konnten sie im Zoo \u00fcber einen QR-Code ihre Vorschl\u00e4ge f\u00fcr das Jungtier einreichen. Knapp 1000 Ideen gingen dabei ein. Die einzige Vorgabe war, dass der Name mit dem Buchstaben \u201eL\u201c beginnen sollte, passend zur Schwester Lisbeth und in Erinnerung an die verstorbene Nashornkuh Lia. \u201eDie gro\u00dfe Beteiligung unserer Besucher und Besucherinnen hat uns sehr gefreut und zeigt die enge Verbundenheit mit unseren Tieren\u201c, betont Zoogesch\u00e4ftsf\u00fchrer Philipp Bruelheide. \u201eUnser Team hat sich nach sorgf\u00e4ltiger Auswahl aus den vielen sch\u00f6nen Vorschl\u00e4gen f\u00fcr den Namen \u201aLiam\u2018 entschieden.\u201c Der Name f\u00fcgt sich damit in die bestehende Namenslinie im Nashornstall ein.<\/p>\n<p><strong>Bedeutender Beitrag f\u00fcr den Artenschutz<\/strong><\/p>\n<p>Breitmaulnash\u00f6rner gelten in der Natur als stark bedroht, insbesondere durch Wilderei und den fortschreitenden Verlust ihres Lebensraums. Die Geburt von Liam ist daher auch aus zoologischer Sicht ein bedeutender Erfolg und ein wichtiger Beitrag zum Europ\u00e4ischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP). \u201eZiel dieser Programme ist es, genetisch stabile Reservepopulationen in menschlicher Obhut aufzubauen und so das \u00dcberleben der Art langfristig zu sichern\u201c, wei\u00df Dr. Jannis G\u00f6ttling, Kurator im Zoo Osnabr\u00fcck. Im Zoo Osnabr\u00fcck leben neben Nashornkuh Amalie (19 Jahre) und ihrem Jungtier Liam auch deren Tochter Lisbeth (3 Jahre) sowie der Nashornbulle Miguel (28 Jahre), der der Vater beider Jungtiere ist. Auch f\u00fcr Lisbeth hat sich durch die Geburt von Liam und der zuvor verstorbenen Nashornkuh Lia einiges im Alltag ver\u00e4ndert. \u201eSie ist derzeit nicht mehr ganz so eng bei ihrer Mutter Amalie, da diese aktuell etwas Abstand zu ihrem \u00e4lteren Jungtier Lisbeth h\u00e4lt. Das war aber auch in den letzten Wochen vor der Geburt bereits zu sehen\u201c, erkl\u00e4rt G\u00f6ttling. \u201eWir beobachten ihr Verhalten jedoch sehr genau und achten dabei besonders auf ihr Wohlbefinden\u201c. Die n\u00e4chsten Schritte in der Entwicklung der Tiergruppe sind bereits geplant: Mutter und Jungtier Liam sollen zun\u00e4chst den Vorhof der Nashornanlage kennenlernen, anschlie\u00dfend folgt die Au\u00dfenanlage. Erst danach wird Lisbeth wieder zur Gruppe dazusto\u00dfen. \u201eWenn diese Integration gut verl\u00e4uft, wird im sp\u00e4teren Verlauf auch Miguel das Jungtier kennenlernen\u201c, so G\u00f6ttling weiter. Wie sich die Osnabr\u00fccker Zuchtgruppe langfristig entwickelt, wird eng mit dem zust\u00e4ndigen Zuchtbuch abgestimmt. \u201eWir stehen dazu im intensiven Austausch und pr\u00fcfen aktuell verschiedene Optionen f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Zusammensetzung der Gruppe\u201c, erkl\u00e4rt der Kurator.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-81577\" src=\"https:\/\/derspoekenkieker.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/ZooOS_VorstellungdesNashornnachwuchs_16042026_B-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"578\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-81578\" src=\"https:\/\/derspoekenkieker.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/ZooOS_VorstellungdesNashornnachwuchs_16042026_C-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"667\" \/><\/p>\n<p>Rund eine Woche alt und schon neugierig unterwegs: Nashornkalb Liam erkundet im Zoo Osnabr\u00fcck seinen Stall. F\u00fcr den Zoo ist der erneute Nachwuchs ein gro\u00dfer Erfolg. Besucher k\u00f6nnen das Jungtier aktuell durch die Scheiben im Stall beobachten.<\/p>\n<p>Bildquelle: Zoo Osnabr\u00fcck (Lara Holzkamp)<\/p>\n<p><strong>\u00dcber den Zoo Osnabr\u00fcck<\/strong><\/p>\n<p>Der Zoo Osnabr\u00fcck beherbergt auf 23,5 Hektar mehr als 2.600 Tiere aus 290 Arten (Stand 31.12.2024). Weltweit einmalig ist der Unterirdische Zoo (2009). Auf tierische Weltreise gehen die Besucher in den afrikanischen Tierwelten Samburu, \u201eTakamanda\u201c (2010) und \u201eMapungubwe\u201c (2019\/ 2021). \u00dcber das S\u00fcdamerika-Areal geht es weiter nach Asien mit dem Affentempel \u201eAngkor Wat\u201c (2012), dem Tigertempelgarten (2014) und dem \u201eOrang-Utan Dschungeltempel\u201c (2017). H\u00f6henpfade f\u00fchren durch die nordische Tierwelt \u201eKajanaland\u201c (2011). Nordamerikanisch wird es in der Tierwelt \u201eManitoba\u201c (2018). 2022 er\u00f6ffneten die \u201eWasserwelten Mariasiel\u201c. Gegr\u00fcndet wurde der Zoo Osnabr\u00fcck 1935 als Arbeitsgemeinschaft Heimattiergarten von Osnabr\u00fccker B\u00fcrgern und bereits 1936 als Heimattiergarten er\u00f6ffnet. W\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs wurde der Heimattiergarten gr\u00f6\u00dftenteils zerst\u00f6rt. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Heimattiergarten zum Tiergarten und schlie\u00dflich zum Zoologischen Garten. Der Zoo Osnabr\u00fcck ist Mitglied des VdZ (Verband der zoologischen G\u00e4rten e.V.), der EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) sowie der WAZA (World Association of Zoos and Aquaria).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Eine Woche alt ist das Nashornkalb im Zoo Osnabr\u00fcck und erkundet bereits neugierig den Stall. F\u00fcr den Zoo ist der erneute Nachwuchs ein gro\u00dfer Erfolg. 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