{"id":6839,"date":"2023-12-13T14:43:48","date_gmt":"2023-12-13T13:43:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.marktplatz-hsw.de\/?p=6839"},"modified":"2023-12-13T14:43:48","modified_gmt":"2023-12-13T13:43:48","slug":"gefluegelpest-ausbruch-in-versmold-restriktionszonen-eingerichtet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.marktplatz-hsw.de\/index.php\/2023\/12\/13\/gefluegelpest-ausbruch-in-versmold-restriktionszonen-eingerichtet\/","title":{"rendered":"Gefl\u00fcgelpest:  Ausbruch in Versmold \u2013 Restriktionszonen eingerichtet"},"content":{"rendered":"<p><strong>G\u00fctersloh.<\/strong> In einem Gefl\u00fcgelbestand in Versmold ist die Vogelgrippe, auch Gefl\u00fcgelpest genannt, ausgebrochen. Das hat das Friedrich-L\u00f6ffler-Institut (FLI), das Bundesforschungsinstitut f\u00fcr Tiergesundheit auf der Ostseeinsel Riems, am Dienstagabend best\u00e4tigt. Bei dem Ausbruch handelt es sich um den ersten Ausbruch in diesem Winter in Nordrhein-Westfalen. Das Veterin\u00e4ramt des Kreises G\u00fctersloh hat in Abstimmung mit den zust\u00e4ndigen Stellen des Landes Nordrhein-Westfalen am Mittwoch unverz\u00fcglich die T\u00f6tung des betroffenen Bestandes veranlasst (rund 30.000 Mast-Enten). Der Betrieb wurde bereits beim Verdacht des Ausbruchs am Sonntag, 10. Dezember, vorsorglich gesperrt. Wie heute vom Chemischen und Veterin\u00e4runtersuchungsamt Ostwestfalen-Lippe<\/p>\n<p>(CVUA) in Detmold mitgeteilt wurde, sind auch die Proben aus einem Enten-K\u00fckenstall in unmittelbarer N\u00e4he des Maststalls positiv. Die Proben werden jetzt vom FLI untersucht. Alle weiteren notwendigen Ma\u00dfnahmen wurden eingeleitet. Restriktionszonen \u2013 eine Schutzzone mit drei Kilometern Radius und eine \u00dcberwachungszone mit zehn Kilometern Radius \u2013 sind eingerichtet. Welche Auflagen innerhalb der Zonen zu beachten sind, steht in der Allgemeinverf\u00fcgung von heute (Mittwoch, 13. Dezember), die im Internet zu finden ist: <a href=\"http:\/\/www.kreis-guetersloh.de\/\">www.kreis-guetersloh.de<\/a> Die Einschr\u00e4nkungen der Allgemeinverf\u00fcgung treten um Mitternacht in Kraft. Im Internetauftritt des Kreises G\u00fctersloh findet sich auch eine interaktive Karte. Mit Hilfe dieser Karte, in die man hineinzoomen kann, l\u00e4sst sich feststellen, ob der eigene Hof oder das eigene Haus in einer der Zonen liegt, die bis in die Nachbarkreise Warendorf und Osnabr\u00fcck reichen.<\/p>\n<p>In den Restriktionszonen gelten besonders strenge Auflagen f\u00fcr Gefl\u00fcgelhaltungen: Gefl\u00fcgel, Gefl\u00fcgelfleisch, Eier, Futtermittel, Dung und Einstreu d\u00fcrfen grunds\u00e4tzlich nicht aus oder in Best\u00e4nde verbracht werden. Au\u00dferdem gilt in beiden Restriktionszonen eine Aufstallungspflicht f\u00fcr Gefl\u00fcgel. Im Gegensatz zu fr\u00fcheren Ausbr\u00fcchen der Gefl\u00fcgelpest gilt die Aufstallungspflicht auch f\u00fcr Tauben. Tierhalterinnen und Tierhalter in den Restriktionszonen sind zudem aufgefordert, dem Veterin\u00e4ramt des Kreises G\u00fctersloh umgehend die Anzahl ihrer gehaltenen V\u00f6gel mitzuteilen.<\/p>\n<p><strong>Virus seit M\u00e4rz 2023 erstmals wieder in nordrhein-westf\u00e4lischer Gefl\u00fcgelhaltung nachgewiesen<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem das Virus in den Herbst- und Wintermonaten 2022\/2023 in mehr als 20 Gefl\u00fcgelhaltungen in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen worden war, gab es in diesem Jahr bis zuletzt nur wenige Ausbr\u00fcche bei Hausfl\u00fcgel. In den Sommermonaten entspannte sich die Lage auch bei den Wildv\u00f6geln. Allerdings stiegen die Fallzahlen bei diesen bereits im November wieder an. Betroffen waren haupts\u00e4chlich M\u00f6wen, Enten, G\u00e4nse und Kraniche. Vor allem aus den n\u00f6rdlichen Bundesl\u00e4ndern wurden bereits in den vergangenen Wochen Ausbr\u00fcche der hochansteckenden Erkrankung in Hausgefl\u00fcgelbest\u00e4nden gemeldet. Der Kreis G\u00fctersloh war in den vergangenen Jahren bereits von der Gefl\u00fcgelpest betroffen. Der ostwestf\u00e4lische Raum geh\u00f6rt zu den gefl\u00fcgeldichtesten Regionen in Nordrhein-Westfalen.<\/p>\n<p><strong>Schutzhinweise f\u00fcr Gefl\u00fcgelhalterinnen und -halter<\/strong><br \/>\nZur Vermeidung der Einschleppung der Vogelgrippe in Gefl\u00fcgelhaltungen sind alle Halterinnen und Halter dazu aufgerufen, die in der Risikoanalyse des Friedrich-Loeffler-Institutes vorgeschriebenen Biosicherheitsma\u00dfnahmen konsequent umsetzen. Hierzu geh\u00f6rt unter anderem, dass Tiere nur an f\u00fcr Wildv\u00f6gel unzug\u00e4nglichen Stellen gef\u00fcttert werden d\u00fcrfen. Zudem darf kein Oberfl\u00e4chenwasser f\u00fcr das Tr\u00e4nken der Tiere genutzt werden, zu dem Wildv\u00f6gel Zugang haben. Futter, Einstreu und sonstige Gegenst\u00e4nde, mit denen das Gefl\u00fcgel in Ber\u00fchrung kommen kann, m\u00fcssen f\u00fcr Wildv\u00f6gel unzug\u00e4nglich aufbewahrt werden. Bei erh\u00f6hten Tierverlusten im Bestand ist zudem eine veterin\u00e4rmedizinische Untersuchung vorgeschrieben, um ein unklares Krankheitsgeschehen im Bestand abzukl\u00e4ren und das Vorliegen einer Infektion mit Gefl\u00fcgelpestviren auszuschlie\u00dfen. Sollten Gefl\u00fcgelhaltungen bislang nicht beim der Tierseuchenkasse Nordrhein-Westfalen registriert worden sein, sollte dies schnellstens nachgeholt werden.<br \/>\nB\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger werden dar\u00fcber hinaus gebeten, Funde von verendeten wildlebenden Wasserv\u00f6geln oder Greifv\u00f6geln dem Veterin\u00e4ramt des jeweiligen Kreises beziehungsweise der jeweiligen kreisfreien Stadt zu melden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6840\" src=\"https:\/\/www.marktplatz-hsw.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2023_12_13_Gefluegelpest_Versmold_Desinfektions-schleuse-Kopie.jpeg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" srcset=\"https:\/\/www.marktplatz-hsw.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2023_12_13_Gefluegelpest_Versmold_Desinfektions-schleuse-Kopie.jpeg 1000w, https:\/\/www.marktplatz-hsw.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2023_12_13_Gefluegelpest_Versmold_Desinfektions-schleuse-Kopie-300x225.jpeg 300w, https:\/\/www.marktplatz-hsw.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2023_12_13_Gefluegelpest_Versmold_Desinfektions-schleuse-Kopie-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.marktplatz-hsw.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2023_12_13_Gefluegelpest_Versmold_Desinfektions-schleuse-Kopie-678x509.jpeg 678w, https:\/\/www.marktplatz-hsw.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2023_12_13_Gefluegelpest_Versmold_Desinfektions-schleuse-Kopie-326x245.jpeg 326w, https:\/\/www.marktplatz-hsw.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2023_12_13_Gefluegelpest_Versmold_Desinfektions-schleuse-Kopie-80x60.jpeg 80w, https:\/\/www.marktplatz-hsw.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2023_12_13_Gefluegelpest_Versmold_Desinfektions-schleuse-Kopie-280x210.jpeg 280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Auf dem betroffenen Hof wurde eine Desinfektionsschleuse installiert. Foto: Kreis G\u00fctersloh<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>Zum Thema: Gef\u00fcgelpest<\/u><\/p>\n<p>Die Gefl\u00fcgelpest ist eine durch Viren ausgel\u00f6ste Infektionskrankheit, die ihren nat\u00fcrlichen Reservoir-Wirt im wilden Wasservogel hat. Die Krankheit ist eine besonders schwer verlaufende Form der avi\u00e4ren Influenza. Sie wird durch sehr virulente St\u00e4mme avi\u00e4rer Influenzaviren der Subtypen H5 und H7 hervorgerufen. F\u00fcr den Menschen besteht nur bei sehr intensivem Kontakt mit infiziertem Gefl\u00fcgel die M\u00f6glichkeit einer Ansteckung.<\/p>\n<p>Alle Nutzgefl\u00fcgelarten, aber auch viele Zier- und Wildvogelarten, sind hochempf\u00e4nglich f\u00fcr die Infektion. Bei H\u00fchnern und Puten werden die h\u00f6chsten Erkrankungs- und Sterberaten beobachtet \u2013 teilweise bis zu 100 Prozent. Wasserv\u00f6gel erkranken seltener und oft weniger schwer, scheiden aber dennoch das Virus aus und k\u00f6nnen als Reservoir f\u00fcr Ansteckungen dienen. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen nur wenige Stunden bis Tage. Anzeichen der Erkrankung sind unter anderem hohes Fieber, Atemnot, Ausfluss in den Augen und Schnabel oder verminderte bzw. keine Legeleistung und d\u00fcnnschalige und verformte Eier. Best\u00e4tigt werden kann eine Infektion immer nur durch eine amtliche Laboruntersuchung.<\/p>\n<p>Die Gefl\u00fcgelpest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche und wird daher staatlich bek\u00e4mpft. Die Grundlage f\u00fcr Pr\u00e4ventions- und f\u00fcr Bek\u00e4mpfungsma\u00dfnahmen ist die Verordnung zum Schutz gegen die avi\u00e4re Influenza.<\/p>\n<p>Mehr Informationen zum Thema unter <a href=\"http:\/\/www.lanuv.nrw.de\/verbraucherschutz\/tiergesundheit\/tierseuchenbekaempfung\/tierseuchen\/gefluegelpest\">www.lanuv.nrw.de\/verbraucherschutz\/tiergesundheit\/tierseuchenbekaempfung\/tierseuchen\/gefluegelpest<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>G\u00fctersloh. In einem Gefl\u00fcgelbestand in Versmold ist die Vogelgrippe, auch Gefl\u00fcgelpest genannt, ausgebrochen. Das hat das Friedrich-L\u00f6ffler-Institut (FLI), das Bundesforschungsinstitut f\u00fcr Tiergesundheit auf der Ostseeinsel Riems, am Dienstagabend best\u00e4tigt. Bei dem Ausbruch handelt es sich um den ersten Ausbruch in diesem Winter in Nordrhein-Westfalen. 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