Kultur Räume Gütersloh: Das Programm vom 26. Januar bis 01. Februar 2026

Donnerstag, 29. Januar 2026, 20.00 Uhr

Stadthalle, Kleiner Saal

SchLaDo

Barbara Ruscher

Romantik – Aber zack, zack!

Barbara Ruscher ist gottlos romantisch. Nur merkt das irgendwie keiner. Die aus TV und Hörfunk bekannte preisgekrönte Comedylady plädiert für mehr Romantik im Leben. Ob in der Partnerschaft („Haben wir Stromausfall oder warum brennen hier Kerzen?“), zwischen Nachbarn und Kollegen, in der Politik oder als Paar im ausgebauten VW-Bus mit oder ohne Kids unterwegs („Immer wollen die mit, die Mia-Chiasamen-Dörte und der Sören-Odysseus“) –  die ganze Gesellschaft hat mehr gute Gefühle verdient. Wäre es nicht schön, wenn Hass, Spaltung und Aggression radikal von Liebe, Achtung und Romantik erstickt werden würden?!

Freuen Sie sich auf Comedy Deluxe – es wird romantisch, herrlich satirisch-bissig und vor allem unfassbar lustig.

Präsentiert von KulturPlus+

 

 

Donnerstag, 29. Januar 2026, 20.00 Uhr

Stadthalle, Großer Saal

Danceperados of Ireland
Hooked – History of Irish Fishing

Bereits der Name Danceperados of Ireland versinnbildlicht die Begeisterung des Ensembles für den irischen Stepptanz. Frei übersetzt sind es „Die Tanzwütigen“. Ja, die Iren können das Tanzen, Singen und Spielen nicht sein lassen. Es liegt ihnen im Blut. Genauso ist auch das Fischen ein Teil der irischen DNA.

Ein altes Sprichwort sagt: „Wenn Du zur Quelle kommen willst, musst du gegen den Strom schwimmen.“ Das gilt nicht nur für den Lachs, der vom großen weiten Meer flussaufwärts an die Stelle schwimmt, an der er geboren wurde. Auch alle Musiker*innen und Tänzer*innen, die authentisch sein wollen, haben das Ziel, dem Ursprung der irischen Tradition möglichst nahe zu kommen.

Mit „Hooked“ (dt.: süchtig, am Haken, gebannt oder im Banne von) haben die Danceperados eine neue mitreißende Show kreiiert, die die Faszination des Fischens und des Tanzens sowie Musik und Gesang auf einen Nenner bringt. „Hooked“ ist ein Tribut an die Sitten und Bräuche der maritimen Communities, in denen es so wunderbar anders zugeht als in den großen Städten. Die Lieder und Geschichten rund um das Meer bringen uns in eine Zeit zurück, in der die Menschen noch Selbstversorger waren und ein einfaches, aber selbstbestimmtes Leben führten. Jedoch ein Gefährliches! Das Meer hat nicht nur gegeben, sondern oft auch genommen. All dies wird zu sehen und zu hören sein. Eine Multivision mit historischen und aktuellen Bildern und Videos verbindet sich mit Musik und Stepptanz zu  einem Gesamtkunstwerk für Augen und Ohren.

„Hooked“ ist jedoch nicht nur eine Ode an das Meer und die Flüsse der grünen Insel oder die wilde und ungestüme Natur. Angesichts des Tempos und der Aggressivität des aktuellen Raubbaus muss man sich fragen, ob die natürliche Umwelt noch den nächsten Generationen erhalten bleiben wird. Die Danceperados of Ireland bringen den ungleichen Kampf von David gegen Goliath auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Denn kleine Küstenscher werden immer mehr von den riesigen Fischfabriken bedroht, die die Meere in einem industriellen Maßstab ausplündern. Irlands Preis für den EU-Beitritt im Jahr 1973 war die Abtretung von 60 Prozent der Fangquote. Dabei wurde die naive Regierung böse über den Tisch gezogen, denn die EU-Subventionen liefen nach einigen Jahren aus und inzwischen gehört Irland sogar zu den Nettozahlern der EU. Trotzdem werden Jahr für Jahr durch andere Nationen riesige Mengen Fisch aus irischen Gewässern geholt, die so viel einbringen, dass die alten Subventionen schon lange wett gemacht sind.

Aktuell haben die irischen Fischer durch den Brexit weitere 40 Prozent verloren. Arbeitsplätze in den maritimen Gemeinden gehen rapide verloren und Landucht setzt ein. Den Menschen an der Küste steht sprichwörtlich das Wasser bis zum Hals. Der Wildlachs wird überfischt und gigantische Lachsfarmen, die die Meeresbuchten verdrecken, rauben ihm seine letzten Lebensräume. Es ist den Danceperados of Ireland ein Anliegen, auf diese hierzulande oft nicht so bekannten Themen aufmerksam zu machen. Im Gegensatz zu anderen Shows, die nur eine verklärte, schöne heile Welt vorspielen, vollbringt das Ensemble dabei den Spagat, äußerst unterhaltsam zu sein und trotzdem nicht nur seichte Inhalte zu präsentieren.

Ein weiterer großer Unterschied zu anderen Stepptanzshows ist, dass die Danceperados live spielen! Viele der Mitbewerber speisen die Zuschauer mit Halb- oder sogar Vollplayback ab. Die Danceperados of Ireland haben einen ganz anderen Qualitätsanspruch und setzten sich deshalb im Jahr 2014 an die Spitze einer Bewegung, die den irischen Stepptanz aus den Klauen der großen Produzenten befreien und „back to the roots“ bringen möchte. Medien und Fans sind von der Kraft und der Kompetenz dieses neuen und ehrlichen Konzepts elektrisiert. Mit Standing Ovations feiern sie ein Ensemble, dem es gelungen ist, Show und Kultur auf beste Weise miteinander zu verbinden.  

Wer „Hooked“ gesehen hat, wird nicht nur gut unterhalten nach Hause gehen, sondern hat auch eine Menge über das Irland von gestern und heute erfahren und ist vielleicht auch darin bestärkt worden, dass es sich lohnt, für das was wir lieben zu kämpfen.

 

 

Freitag, 30. Januar 2026, 20.00 Uhr (Einführung: 19.15 Uhr)

Stadthalle, Großer Saal

Gütersloh Philharmonisch

Nordwestdeutsche Philharmonie | Izabelė Jankauskaitė | Ronald Brautigam (Klavier)

Raminta Šerkšnytė (*1975) | Midsummer Song (2009)

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) | Klavierkonzert G-­Dur KV 453

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) | Sinfonie Nr. 3 a­moll „Schottische“

Die litauische Komponistin Raminta Šerkšnytė verfügt bereits über einen großen Werkkatalog. Ihr „Midsummer Song“ für Streichorchester zählt zu den schönsten Stücken der 1975 geborenen Künstlerin, die Komposition lehrt und außerdem eine ausgezeichnete Pianistin ist. Das Klavierkonzert KV 453 von Mozart ist eines der ersten Konzerte, das sinfonisch konzipiert ist, ohne dabei die spielerischen und die virtuosen Aspekte zu vernach­lässigen. Mit seiner „Schottischen“ hat Mendelssohn Bartholdy ein über­ragendes Meisterwerk geschaffen. Melodische Eingängigkeit, raffinierte Instrumentation und Beherrschen der sinfonischen Form gehen hier Hand in Hand: ein Werk, das vom ersten Takt an mitreißt und begeistert.

 

 

Theater

Montag, 26. Januar 2026, 10.00 Uhr

Theater, Studiobühne

Kindertheater

Ohne Dich, das geht doch nicht!

Puppentheater nach dem Kinderbuch von Smriti Prasadam-Halls und Steve Small

Artisanen

Für Kinder ab 4 Jahre (Bitte beachten Sie die Hinweise zur Altersfreigabe)

Bär und Eichhörnchen kennen sich gut. Bär weiß immer, wo Eichhörnchens Schätze liegen und welche Musik es gar nicht mag. Eichhörnchen kennt Bärs Lieblingsversteck und den Trick, wie man Bär weckt. Sie machen fast alles gemeinsam, obwohl sie so unterschiedlich sind. Das geht lange gut, aber auf einmal ist da ein Knacks. Ein Streit und Stille. Eichhörnchen ist weg und Bär ist allein. Aber ohneeinander geht es doch nicht – oder? Mit feinem Witz und ohne Worte erzählen die „Artisanen“ über die Herausfor­derungen und das Glück von Freundschaft, vom Alleinsein und davon, dass Unterschiede kein Hindernis sein müssen.

 

 

Montag, 26. Januar 2026, 18.00 – 19.00 Uhr

Theater Gütersloh

Theater Extra

Führung durch das Theater

Bei einer Führung durch das Theater können Besucherinnen und Besucher Wissenswertes zur Entstehung und über den Betrieb dieses besonderen Hauses erfahren und natürlich den Bereich des Gebäudes erkunden, der dem Publikum sonst vorenthalten bleibt.

Eintrittskarten sind zum Preis von 5,– € im Webshop oder bei der Tourist-Information Gütersloh erhältlich. Telefon: (0 52 41) 2 11 36 36

 

 

Mittwoch, 28. Januar 2026, 19.30 – 21.00 Uhr

Donnerstag, 29. Januar 2026, 19.30 – 21.00 Uhr

Theater, Theatersaal

Notte Morricone

Choreografie von Marcos Morau, Musik von Ennio Morricone

Aterballetto

Eine Koproduktion der Fondazione Nazionale della Danza / Aterballetto, des Macerata Opera Festivals, des Teatro di Roma, mit Unterstützung von Fondazione I Teatri di Reggio Emilia, Centro Servizi Culturali Santa Chiara Trento, Centro Teatrale Bresciano, Ravenna Festival, Orchestra Giovanile Luigi Cherubini

Regie und Choreografie: Marcos Morau, Musik: Ennio Morricone, musikalische Leitung und Arrangements: Maurizio Billi, Sounddesign: Alex Röser, Vatiché, Ben Meerwein, Texte: Carmina S. Belda, Bühne und Licht: Marc Salicrú, Kostüme: Silvia Delagneau, Choreografie-Assistenz: Shay Partush, Marina Rodríguez

2020 starb Ennio Morricone, der berühmte italienische Komponist, dessen melancholische Melodien untrennbar mit großen Filmklassikern wie „Spiel mir das Lied vom Tod“ oder „Cinema Paradiso“ verbunden sind. Immer wieder klang seine Musik überraschend, erzählte all das, was im Film nicht gesagt wurde und nicht zu sehen war.

„‚Notte Morricone‘ ist mein Geschenk an Ennio Morricone, eine ehrfürchti­ge Hommage an die Schönheit, die er der Welt schenkte. Morricone könn­te mein Vater oder Großvater sein; ich bin Erbe seines Vermächtnisses. Die Filme – Meisterwerke, gute, mittelmäßige oder schlechte – schulden ihm unermesslich viel. Schon vor meiner Beschäftigung mit seiner Musik waren seine Melodien ein Teil meines Lebens. Meine Eltern sind mit ‚Es war ein­ mal in Amerika‘ und ‚Zwei glorreiche Halunken‘ aufgewachsen. Diese Musik war der Soundtrack meiner Kindheit. (Marcos Morau, Regisseur und Choreograf)

„Eine ebenso perfekte wie liebevolle Hommage an den Komponisten und Dirigenten, in der Marcos Morau die fabelhaften Tänzer*innen des Choreografischen Zentrums Aterballetto aus Reggio Emilia ganz in den Dienst der Musik-­Film­Studio­-Welt stellt.“ (tanznetz.de)

Mit Unterstützung von Die Glocke

 

 

Freitag, 30. Januar 2026, 20.00 Uhr

Theater, Theatersaal

Jazz in Gütersloh

Fola Dada Quartett

Sisters & Brothers

Stadt Gütersloh, FB Kultur

Fola Dada (Vocals), Ulf Kleiner (Piano), Josha Glass (Bass), Tommy Baldu (Schlagzeug)

Fola Dada, die Preisträgerin des Deutschen Jazzpreises 2022, präsentiert mit „Sisters & Brothers“ eine einzigartige Stil-Mixtur von Jazz bis House, die sie selbst als Urban-Earth-Jazz bezeichnet. Ihre Musik ist energiegeladen und zugleich zärtlich, musikalisch vielseitig und voller Charme und Klasse. Mit Witz und Tiefe singt sie mit ihrer wandelbaren Stimme Geschichten vom Leben, von der Liebe, vom Frausein, Schwarzsein, verlassen sein und verbunden sein. Fola stellt die Fragen unserer Zeit, sucht nach Antworten und hält aus, auch wenn es keine gibt. Mit „Sisters & Brothers“ präsentiert sie eine berührende Sammlung eigener Kompositionen – ein künstlerisches Statement, das die Vielseitigkeit und das Talent von Fola Dada eindrucksvoll unterstreicht.

 

 

Samstag, 31. Januar 2026, 20.00 Uhr

 Theater, Theatersaal

Vier Jahreszeiten

Alice Phoebe Lou

Live 2026

Mit Band

Die weltweit gefeierte Singer-Songwriterin Alice Phoebe Lou kommt ursprünglich aus Kapstadt, nennt aber seit einem Jahrzehnt Berlin ihre Heimat. Mit dem experimentellen Mix aus Indie, Electronic und Jazz ihrer bisher fünf veröffentlichten Alben hat sie sich eine weltweite Fanbase erspielt.

Nachdem sie Südafrika verlassen hatte, begann Alice Phoebe Lou ihre Karriere als Straßenmusikerin in Berlin. Ihr selbst finanziertes Debütalbum »Orbit« von 2016 brachte ihr bereits große internationale Anerkennung ein. Trotz ihres Erfolgs hat sie sich bewusst gegen ein Major Label entschieden und sich mit Crowdfunding und Direktvertrieb finanziert, um ihre künstlerische Freiheit zu bewahren.

Durch ihre einzigartige Stimme, ihre poetischen Songs, ihre starke künstlerische Integrität und ihre charismatische Bühnenpräsenz konnte sie sich als unabhängige Künstlerin eine beeindruckende Karriere aufbauen. Sie ist mittlerweile mit internationalen Konzerttourneen und Auftritten bei Festivals in Nordamerika, Europa und Japan präsent. Ihr Song »She« wurde für den Oscar in der Kategorie »Best Original Song« nominiert.

Alice Phoebe Lou wurde von einer Vielzahl von Musikstilen und Erfahrungen inspiriert. Zu ihren musikalischen Einflüssen zählen so unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler wie Patti Smith, Leonard Cohen und Billie Holiday, deren Werke sie tief berührt haben. Ihre Zeit als Straßenmusikerin in Berlin und ihr Aufwachsen in Südafrika haben ebenfalls ihre kreative Entwicklung geprägt. 

Bei ihrem Live-Auftritt in Gütersloh präsentiert sie eine individuell kuratierte Setlist, die neben Titeln aus ihrem aktuellen Album »Shelter« auch noch unveröffentlichtes neues Material sowie ausgesuchte Songs aus ihren vorherigen Longplayern beinhalten wird.

 

 

Sonntag, 01. Februar 2026, 11.00 – 12.00 Uhr

Theater, Studiobühne

Kindertheater

Fidolino – Das blaue Band

Die Moldau entlang mit Bedrich Smetana

Konzertgeschichten für Kinder

Leitung, Konzept, Moderation: Claudia Runde

Für Kinder von 4 – 7 Jahre (Bitte beachten Sie die Hinweise zur Altersfreigabe)

Klavier vierhändig, Viola

Eine kleine Quelle im Wald, eine zwei­te kommt hinzu. Beide plätschern und sprudeln, perlen, glucksen und ver­einigen sich zu einem wilden Fluss: „Die Moldau“ wirbelt an Land und Wald, an Burgen und Schlössern, an Menschen, Feiern und Festen vor­bei. Mit einem Rucksack voller Ide­en und der Musik von Bedřich Sme­tana im Gepäck erklingt das bekannte Werk des tschechischen Komponis­ten.  Dabei lässt „Die Moldau“ das Pu­blikum auf ihrer Reise von der Quelle bis zu den Toren Prags die tonma­lerische Bildersprache miterleben.

 

 

Sonntag, 01. Februar 2026, 16.00 – 18.25 Uhr

Theater, Theatersaal

Weinprobe für Anfänger

Komödie von Ivan Calbérac, Deutsch von Horst Leonhard

Komödie Winterhuder Fährhaus, Hamburg

Regie: Martin Woelffer, Bühne: Stephan Fernau, Kostüme: Barbara Nestler

Es spielen: Ulrich Gebauer, Anne Moll, Raman Pawa, Gerd Lukas Storzer, Herbert Trattnigg

Jacques ist Inhaber einer kleinen Weinhandlung. Er pflegt allerdings ein innigeres Verhältnis zu seinen Weinen als zu anderen Menschen. Das ändert sich, als eines Tages die etwas weltfremde Hortense seinen Laden betritt. Die Ereignisse überschlagen sich, als kurz darauf der junge Kleinkriminelle Steve, dicht gefolgt von der Polizei, in den Laden stürmt. Hortense bittet Jacques, dem Jungen eine Chance zu geben und ihm einen Praktikumsplatz zu stellen. Da Jacques das Gefühl hat, dieser aus der Zeit gefallenen Frau nichts abschlagen zu können, willigt er ein.

Während sich Steve als ein echtes Talent für Geruchs­ und Geschmacks­sinn entpuppt, springt auch Jacques über seinen Schatten. Nach und nach beginnt er sich – mit Unterstützung von Steve – wieder auf das Leben und die Liebe einzulassen.

„Feinfühlig und gleichzeitig humorvoll […]. Unter der Regie von Martin Woelffer ist dem En­semble eine herrlich leichte Boulevardkomödie gelungen.“ (NDR 3)

 

 

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