33. ADAC LADERMANUFAKTUR Rallye Ostwestfalen: Dennis Rostek erneut Gesamtsieger in Ostwestfalen

Die 33. ADAC „LADERMANUFAKTUR“ Rallye Ostwestfalen 2026 überzeugte in diesem Jahr mit einer professionell durchgeführten Veranstaltung der vier ADAC-Ortsclubs aus den ADAC-Regionalclubs Ostwestfalen-Lippe und ADAC Westfalen. Organisationsleiter Heinz-Hermann Gertkamp zeigte sich sehr erfreut über den herausragenden Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die bei dieser Rallye wie ein gut eingespieltes Orchester zusammenwirkten. Auch die Vertreter der Firma LADERMANUFAKTUR, die erneut als Titelsponsor zur Verfügung stand, waren sehr zufrieden.

Zum Start konnten dann 68 Teams in der Bestzeitwertung R70 vermeldet werden, und vor allem erfreute das qualitativ anspruchsvolle Starterfeld die Veranstalter.  Weitere 34 Starter konnten sie zur 5. ADAC Retro Rallye Ostwestfalen begrüßen, deren Prüfungen auf Sollzeit statt Bestzeit absolviert wurden.

Was wäre eine solch große Rallye ohne ein adäquates Headquarter? Mit der Anton Röhr Logistik in Rietberg konnte der Veranstalter erneut auf ein großzügiges Gelände als ideales Rallye-Zentrum zurückgreifen. Die freiwillige Dokumenten- und technische Abnahme am Freitagabend absolvierte bereits ein Großteil der Teams. Dabei störte es nicht wirklich, dass pünktlich zu Beginn auch der Regen mitreden wollte. Der Cateringservice sorgte für das Wohlbefinden, und die Räumlichkeiten boten zudem Platz für ausführliche Benzingespräche. Alle regulären Abnahmen und die Besichtigungen der Wertungsprüfungen fanden früh am Samstagmorgen statt.

Der offizielle Start erfolgte pünktlich um 11:31 Uhr am Rallye-Zentrum bei der Anton Röhr Logistik für die R70-Teams unter idealen Wetterbedingungen. Eine besondere Überraschung gab es mit dem Vorauswagen: Nicht weniger als der fünffache Deutsche Meister Marijan Griebel hatte sich bereit erklärt, mit seiner Co-Pilotin Ella Kremer einen Skoda Fabia RS Rally2 als Vorauswagen an den Start zu bringen.

Die erste Prüfung startete in der Nähe des Headquarters als Rundkurs. Dieser wurde vom MSC Mastholte e.V. im ADAC mit einer Länge von 15,86 Kilometern durchgeführt. Die anschließende Verbindungsetappe brachte die Teams dann über Wadersloh nach Beckum-Vellern zur WP 2. Hier wartete auf die Teams eine neue, sehr selektive 11,64 Kilometer lange Sprintprüfung über Münsterländer Wirtschaftswege unter der Federführung des AC Oelde e.V. im ADAC. Die dritte Wertungsprüfung gestaltete sich wieder als Rundkurs über 7,52 Kilometer nordöstlich von Herzebrock-Clarholz unter Organisation des MSC Wiedenbrück e.V. im ADAC. Nach Abschluss der ersten Runde kehrten die Teams zur Pause in das Rallye-Zentrum der Anton Röhr Logistik zurück. Im Anschluss an die Pause ging es in die zweite Schleife, bei der die drei identischen Wertungsprüfungen erneut befahren wurden.

In der R70-Wertung setzte sich bei der 33. Auflage der Rallye Ostwestfalen das Team Dennis Rostek und Tobias Braun im Skoda Fabia RS Rally2 durch und wurde damit zum nunmehr dreifachen Gesamtsieger der ADAC Ostwestfalen-Rallye. Mit fünf von sechs Gesamtbestzeiten zeigte das Team auch in diesem Jahr eine sehr souveräne Vorstellung. Nur das niederländische Team Jeroen Klein Kromhof und Melinn Haverkate sicherte sich auf WP 4 eine Gesamtbestzeit und belegte am Ende den zweiten Platz in der Gesamtwertung, ebenfalls auf einem Skoda Fabia RS Rally2.

Den letzten Platz auf dem Podium belegte sein Bruder Ceril Klein Kromhof mit Co-Pilot Marcel Hanstede in einem Toyota GR Yaris Rally2. Der Gütersloher Walter Gromöller und sein Co-Pilot René Meier brachten den Opel Ascona 400 nach vollständiger Reparatur zwar zum Start, mussten das Sportgerät jedoch bereits in der ersten Wertungsprüfung mit technischen Problemen abstellen und konnten sich so nicht in den Kampf um das Podium einschalten. Sehr zum Leidwesen der vielen Zuschauerinnen und Zuschauer, die das Team immer begeistert anfeuern.

Zur 5. ADAC LADERMANUFAKTUR Retro Rallye Ostwestfalen starteten in diesem Jahr wieder 34 Teams. Die Vorjahressieger Christian und Sandra Rösemeier im VW Golf 1 GTI hatten das Ziel, ihren Erfolg zu wiederholen. Nachdem sie im Vorjahr mit einer Abweichung von 0,72 Minuten gewonnen hatten, steigerten sie sich in diesem Jahr auf 0,54 Minuten Abweichung. Doch diese Steigerung erwies sich als nicht ausreichend: Das Team Hans-Jürgen Kirschbaum und Erik Elges absolvierte die sechs Wertungsprüfungen mit einer Abweichung von 0,36 Minuten und sicherte sich damit den Sieg in der Retro-Wertung 2026. Den letzten Platz auf dem Podium sicherten sich Dr. Peter J. Rogalski und Jürgen Bursian vom MSC Gütersloh.

Das Team des MSC Gütersloh sicherte sich in der Retro-Wertung zudem den Mannschaftssieg in der Besetzung Andreas Lutz, Sven Schaller, Christopher Smith, Eric Mertens, Richard Smith und Finn Göbel.

Das Resümee der 33. „LADERMANUFAKTUR“ Rallye Ostwestfalen 2026 fällt durchweg positiv aus. Die effiziente Zusammenarbeit der vier ADAC-Ortsclubs hat maßgeblich dazu beigetragen, die Veranstaltung erfolgreich umzusetzen. Während der Rallye kam es lediglich zu geringfügigen Unfällen und geringem Sachschaden. Die Erwartungen an ein internationales Rallyesport-Event wurden voll erfüllt.

Hierfür sprechen auch die zahlreichen niederländischen Teams. Die weiteste Anreise hatte das Schweizer Team Mathias Schläppi und Dominique Juple mit seinem Peugeot 208 R2. Selbst ein kanadischer Rucksacktourist hatte sich gemeldet, weil er die Rallye während seiner Zeit in Europa gerne als Zuschauer besuchen wollte; dies tat er dann auf WP 3 und WP 6. Die notwendigen Unterlagen stellten wir ihm gerne online zur Verfügung. Teilnehmer, Zuschauer und alle Beteiligten äußerten sich überwiegend zufrieden und lobten den reibungslosen Ablauf.

Dies bestätigte auch der Vorsitzende des MSC Gütersloh, Gerd Sonntag, und lobte vor allem die 200 ehrenamtlichen Helfer an den Strecken sowie etwa 80 weitere in den Bereichen Organisation, Dokumentenabnahme, technische Abnahme, Betreuung des Rallyezentrums, Servicepark und Catering. Alle zusammen sorgten für einen sicheren und geordneten Ablauf dieser Großveranstaltung. Ohne dieses Engagement wäre eine solch professionelle Durchführung der Rallye nicht möglich gewesen.

Darüber hinaus sind zahlreiche Sponsoren, Behörden und Sportverbände unerlässlich, um eine internationale Veranstaltung dieser Größenordnung erfolgreich umsetzen zu können. Auch hierfür bedankte sich Gerd Sonntag im Namen der Veranstaltergemeinschaft nochmals ausdrücklich und wünschte sich für 2027 eine 34. Auflage der Rallye Ostwestfalen.

Veranstaltergemeinschaft Ostwestfalen-Rallye:

MSC Gütersloh e.V. im ADAC ADAC-Ostwestfalen Lippe
MSC Mastholte e.V. im ADAC ADAC-Ostwestfalen-Lippe
MSC-Wiedenbrück e. V. im ADAC ADAC-Ostwestfalen-Lippe
AC-Oelde e.V. im ADAC ADAC-Westfalen

Fotos: Wolfgang Pestel