Pfirsich oder Pflaume, Pastinake oder Paprika: Schon über Obst und Gemüse kann es Debatten geben. Bei Vollkornbrot und Wasser sind Schulkinder oftmals gar nicht begeistert. Viele entscheiden sich lieber für Snacks vom Kiosk und für süße Softdrinks. Doch es gibt Tricks, wie Eltern den Nachwuchs für frisches Essen begeistern können – auch in der Schule. Denn was wir essen, wirkt sich auf Fitness und Konzentration aus. Ein zu hoher Blutzucker kann ebenso wie ein zu niedriger zu Müdigkeit und Konzentrationsschwäche führen. Sehr süßes oder sehr fettiges Essen kann also problematisch sein, ebenso zu wenig Nahrungsnachschub. Gerade bei langen Schultagen ist eine ausgewogene Ernährung für Kinder wichtig. „Wer die Brotdose abwechslungsreich gestaltet und Kinder in die Auswahl einbezieht, schafft gute Voraussetzungen für einen konzentrierten und erfolgreichen Schultag“, empfiehlt Judith Spittler, Leiterin der Verbraucherzentrale im Kreis Warendorf.
Gemeinsam auswählen
Wer mitbestimmen darf, lehnt nicht so viel ab. Deshalb ist es sinnvoll, zusammen mit den Kindern zu besprechen, was in die Brotbox kommt. Mit einem Brot oder
Brötchen, idealerweise aus Vollkorn, belegt zum Beispiel mit Salat und Käse oder Frischkäse sowie Gemüse- oder Obststückchen, hat man eine abwechslungsreiche Kombination. Gut sind zum Beispiel Gurke, Tomate, Möhre oder Obst je nach Saison wie Erdbeeren, Pflaumen und Äpfel, am besten in mundgerechten Stücken. Je
eher es für Kinder normal ist, regelmäßig gemeinsam ausgewogen und frisch zu essen, desto besser. Da Kinder und Jugendliche in Deutschland häufig mehr Süßwaren
als Gemüse und Obst essen, sollten Süßigkeiten nicht oder nur ab und zu mitgegeben werden.
Dosen mit mehreren Fächern nutzen
Ideal für Aufbewahrung und Transport sind Frühstücksdosen mit einer Einteilung, damit Brot, Obst und Gemüse nicht durcheinander purzeln und dadurch unappetitlich werden. Vor allem mit empfindlichen Früchten wie Erdbeeren oder Himbeeren sollte man vorsichtig sein. Getränke können in eigenen Flaschen oder verschließbaren
Bechern mitgenommen werden, am besten aus Edelstahl. Die Verpflegungsbox kann bei Bedarf abends vorbereitet und im Kühlschrank frisch gehalten werden. Auch
den Tisch für das Frühstück können Eltern mit den Kindern schon abends für den nächsten Morgen decken.
Gesunde Snacks für Energie-Nachschub
Für den Start in den Tag ist ein Frühstück zu Hause empfehlenswert, auch wenn es klein ist. Spätere Snacks in den Schulpausen sorgen für den nötigen Energie-
Nachschub, damit die Kinder den ganzen Tag über leistungsfähig und körperlich fit sind. War das Frühstück zuhause bereits üppig, gibt es, je nach Länge des
Schultags,in der Pause am besten nur einen kleineren Snack, etwa aus Möhren, Paprika, Gurken, oder ein abwechslungsreich belegtes (Vollkorn-)Brot. Auch Müsli
mit frischem Obst ist eine Option.
Das beste Getränk: Wasser
Eltern sollten ihren Kindern ausreichend Wasser mit in die Schule geben, denn regelmäßiges Trinken fördert Konzentration und Energie. Abwechslung bringt zum
Beispiel ungesüßter Tee oder mit Minze aufgepepptes Trinkwasser aus der Leitung, ein idealer Durstlöscher, der von zu hause mitgebracht und in der Schule
aufgefüllt werden kann. Wasser pur ist gut, es erfrischt – ganz ohne Zucker oder künstliche Zusätze. Wasserspender in der Schule können eine kalorienarme
Trinkkultur
unterstützen und das allgemeine Wohlbefinden der Schüler:innen verbessern.
Angebote in Mensa oder Schulkiosk prüfen
Die Mensa oder der Schulkiosk sollten auf jeden Fall auch ungesüßte Getränke im Angebot haben. Wer Veränderungen des dortigen Angebotes anstoßen möchte,
kann eine Besprechung oder einen Arbeitskreis dazu anregen. Es lohnt sich auch, wenn Eltern zusammen mit ihren Kindern auf das Speisenangebot in der Schule
schauen und sich bei Bedarf gemeinsam für Veränderungen stark machen. So kann etwa darauf hin gearbeitet werden, dass ein Angebot nach den Empfehlungen
der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei der Mittagsverpflegung Einzug hält: Ein Mittagessen mit täglich frischem Gemüse oder Salat, Kartoffeln, Reis
oder Nudeln – und höchstens einmal pro Woche eine Portion Fleisch.
Weiterführende Informationen:
- Mehr Infos zur Schulverpflegung bietet die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung NRW unter: kita-schulverpflegung.nrw/node/81978
- Alles rund um das ideale Getränk Leitungswasser gibt es hier: verbraucherzentrale.nrw/node/34783
- Hilfreiche Tipps zum Essen und Trinken bietet der Ratgeber „Familienküche“ unter https://shop.verbraucherzentrale.de/detail/0195b37c3c787219a2d8a35d0061ae8cund „Bärenstarke Kinderkost“ unter https://shop.verbraucherzentrale.de/detail/0195194de6f873b5bf831c44a74755f9

