Zu ihrem zweiten „Café Endlichkeit“ begrüßte die Harsewinkeler Hospizbewegung e.V. am Donnerstag, 12. März 2026, 17 Gäste im Kulturort Wilhalm. In einer offenen und einladenden Atmosphäre kamen die Teilnehmenden bei Kaffee und Kuchen über die Themen Tod, Sterben und die eigene Endlichkeit ins Gespräch.
Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten Fragen vorbereitet, die als Gesprächsimpulse dienten. Besonders lebhaft diskutiert wurde die Frage: „Menschen sind im Alter mitfühlender beim Thema Sterben und Tod.“ – Trifft das zu? Rasch zeigte sich, dass viele der Anwesenden ähnliche Erfahrungen teilen: Ein Mitgefühl hänge weniger vom Lebensalter ab, sondern vielmehr von der individuellen Persönlichkeit und den biografischen Erlebnissen eines Menschen.
Auch die zweite Leitfrage – „Wie selbstbestimmt möchten Sie sterben?“ – führte zu einem intensiven Austausch. Dabei rückten zentrale Themen wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und die besonderen Herausforderungen einer möglichen Demenz im Alter in den Fokus. Mehrere Gäste berichteten von ihren eigenen Erfahrungen mit Vorsorgedokumenten oder dem Wunsch, frühzeitig festzuhalten, wie die eigene Beerdigung gestaltet werden soll – ob mündlich oder schriftlich.
Diskutiert wurde ebenso über das sogenannte „autonome Sterben“. Dieses umfasst die Frage, ob und inwiefern Menschen selbst über den Zeitpunkt ihres Todes entscheiden können oder sollten. Die Offenheit, mit der darüber gesprochen wurde zeigte erneut, wie wertvoll ein geschützter Rahmen wie das „Café Endlichkeit“ sein kann.
Aufgrund des Interesses und der positiven Resonanz kündigt die Hospizbewegung Harsewinkel an, im kommenden Herbst zu einem weiteren „Café Endlichkeit“ einzuladen. Ziel bleibt es, Raum und Zeit anzubieten, damit sich Interessierte über das für uns alle wichtige Thema „Tod und Sterben“ austauschen können.

