25 Jahre Abitur: Erster Abiturjahrgang des Gymnasiums Harsewinkel feiert Wiedersehen

Ein Vierteljahrhundert nach dem Abitur traf sich kürzlich der erste Jahrgang des Gymnasiums Harsewinkel zu diesem besonderen Jubiläum. Gut zwei Drittel der insgesamt 55 Absolventinnen und Absolventen des Abschlussjahrgangs 2001 waren der Einladung gefolgt. Viele nahmen dafür weite Anreisen wie aus Aachen, Berlin oder dem Bayernland auf sich.Andere wohnen immer noch oder wieder in der Mähdrescherstadt. Schnell wurde deutlich: Auch nach 25 Jahren fühlte sich das Wiedersehen sehr vertraut an.„Eigentlich hat sich kaum jemand verändert“, war häufig zu hören. Besonders beeindruckend: Die drei ehemaligen Lehrkräfte erkannten fast alle Anwesenden auf Anhieb mit Namen – ein Zeichen dafür, wie prägend dieser erste Abiturjahrgang für die Schule gewesen ist.

Das Wiedersehen begann um 17 Uhr. Beim Eintreffen wurde direkt ein Gruppenfoto am Denkmal vor dem Haupteingang des Gymnasiums gemacht. Die überdimensionale Sahnedose mit dem entsprechendenSahnehaufen davor erinnert bis heute an das Abimotto2001: „Abi, bitte mit Sahne“. Das Kunstwerk wurde von den damaligen Abiturientinnen und Abiturienten in Eigenleistung geschaffen und steht symbolisch für den ganz besonderen Jahrgang.

Was sicher viele Harsewinkeler wissen, verbindet dieseEhemaligen auf jeden Fall die Gründungsgeschichte des Gymnasiums Harsewinkel mit ihrer Schule: Sie gehörten also 1992 dem ersten Jahrgang an. Damals begrüßte Albert Deittert, der frisch bestellte Schulleiter, 75 Kinder an der neu gegründeten Schule. Neun Jahre später erhielten 55 Schülerinnen und Schüler ihr Abiturzeugnis. Zwar gab es im Laufe der Schulzeit einzelne Zu- und Abgänge, doch der überwiegende Teil des Jahrgangs verbrachte die gesamten neun Jahre im selben Jahrgang dieses Gymnasiums. Entsprechend eng sind die Freundschaften bis heute.

Am heißesten Tag des Jahres nahm der jetzige Schulsozialarbeiter, Michael Kirk, die Jubilare zu einer Führung durch das Gymnasium in Empfang. Dabei wurde deutlich, wie sehr sich die Schule in den vergangenen 25 Jahren verändert hat. Ehemalige Klassenräume wurden zusammengelegt, Anbauten geschaffen und moderne Technik hielt Einzug. Auch die heutigen Aufenthaltsbereiche für die Schülerinnen und Schüler sorgten für Staunen. Solch doch großzügigeMöglichkeiten habe es damals kaum gegeben. Für viele Lacher sorgte die Erklärung, dass einige Räume, in denen früher selbstverständlich Unterricht stattfand, heute aus Brandschutzgründen gar nicht mehr genutzt werden dürften.

Trotz aller Veränderungen waren sich die Ehemaligen einig: Auch ohne die heutigen Möglichkeiten sei aus ihnen „etwas geworden“. Die berufliche Vielfalt des Jahrgangs kann sich sehen lassen. Unter den Anwesenden waren unter anderem Anwälte, Ärzte und Manager, IT-Fachkräfte, Controller und Fußballtrainer sowieKrankenschwestern, Physiotherapeutinnen, LehrerInnenund Firmeninhaber. So blickten auch die ehemaligen Lehrer mit Stolz auf ihre früheren Schülerinnen und Schüler. Der ehemalige Oberstufenleiter, DietmarGerbaulet (2.v.l. im Bild), freute sich sichtbar über das Wiedersehen. Der noch aktive Lehrer Herr Junker-Feuerborn zeigte sich beeindruckt, dass inzwischen viele Kinder der Jubilare selbst das Gymnasium Harsewinkel besuchen. Das sei ein schönes Zeichen für die Verbundenheit der Familien mit der Schule.

Nach der Schulbesichtigung zog die Gruppe weiter auf die Wiese hinter dem Pfarrheim St. Lucia. Bei kühlen Getränken und Würstchen wurde bei bestem Sommerwetter bis spät in den Abend über gemeinsame Erlebnisse, Anekdoten und den bisherigen Lebensweg gesprochen. Somit eilt dem nächsten Treffen in fünf Jahren schon heute die Vorfreude voraus.

Der Überschuss von rund 200 € vom Verkauf der Getränke und Würstchen wird dem Förderverein des Gymnasiums gespendet.

Wiedersehen vor dem Sahnespender

Foti: Michael Kirk