Nächster Schritt zur Digitalisierung: Herzebrock-Clarholz führt sichere KI-Lösung ein  

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Die Gemeinde Herzebrock-Clarholz geht den nächsten konsequenten Schritt in ihrer Digitalstrategie. Um Verwaltungsabläufe effizienter zu gestalten, die Mitarbeitenden im Arbeitsalltag zu entlasten und den Bürgerservice weiter zu verbessern, setzt die Kommune ab sofort auf die KI-Plattform „Ayunis Core“. Damit schafft die Gemeindeverwaltung die Grundlage für einen sicheren, datenschutzkonformen und verantwortungsvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz im Rathaus.

Für Bürgermeister Marco Diethelm ist die Einführung dabei weit mehr als ein reines Technikprojekt: „Wir wollen die digitale Entwicklung in den Kommunen nicht nur begleiten, sondern aktiv mitgestalten. Gerade im Bereich Künstliche Intelligenz ist es wichtig, dass Städte und Gemeinden eigene praktische Erfahrungen sammeln, Anforderungen aus dem Verwaltungsalltag einbringen und so dazu beitragen, Lösungen zu entwickeln, die tatsächlich vor Ort funktionieren.“

Kommunale Praxis soll Entwicklung mitprägen

Während KI-Anwendungen in vielen Lebens- und Arbeitsbereichen längst Einzug gehalten haben, stehen Kommunen häufig vor der Herausforderung, diese Technologie sicher, rechtskonform und zugleich praxisnah einzusetzen. Herzebrock-Clarholz setzt deshalb bewusst auf einen Weg, der technologische Innovation mit kommunaler Verantwortung verbindet.

Ayunis Core unterstützt die Mitarbeitenden im Rathaus beispielsweise beim Verfassen und Prüfen von Texten, bei der Bearbeitung komplexer Bürgeranfragen, bei Recherchen oder bei weiteren Routinetätigkeiten. Zugleich eröffnet die Plattform die Möglichkeit, konkrete Anwendungsfälle aus der Gemeindeverwaltung systematisch zu erproben und weiterzuentwickeln.

„Uns ist wichtig, dass wir die Anwendung von KI nicht isoliert betrachten, sondern gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung gestalten“, betont Diethelm. „Dazu gehört auch, dass wir gute Prompts, Arbeitsweisen und hilfreiche Einsatzmöglichkeiten gemeinsam entwickeln, im Alltag testen und so aufbereiten, dass sie möglichst auch anderen Kommunen zur Verfügung gestellt werden können. Wenn jede Kommune das Rad neu erfindet, verlieren wir Zeit und Potenzial. Unser Anspruch ist es, voneinander zu lernen und gemeinsam besser zu werden.“

Interkommunale Zusammenarbeit und digitale Souveränität

Die Gemeinde verbindet mit der Einführung daher auch einen klaren kommunalpolitischen Anspruch: Digitalisierung soll nicht nur zu effizienteren internen Abläufen führen, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen Kommunen stärken. Erprobte Anwendungen, Formulierungen und Standards können künftig leichter geteilt und übertragen werden. So entsteht aus praktischer Verwaltungsarbeit vor Ort ein Mehrwert über die eigene Kommune hinaus.

Ein weiterer entscheidender Punkt bei der Auswahl der Lösung war die digitale Souveränität. Anders als bei vielen frei zugänglichen KI-Angeboten im Internet behält die Kommune bei Ayunis Core die Kontrolle über Daten, Einsatzbedingungen und technische Ausgestaltung. Die Lösung ist Open Source, DSGVO-konform und bietet zugleich die Möglichkeit, unterschiedliche Modelle je nach Anwendungsfall zu nutzen.

„Gerade für die öffentliche Verwaltung ist es entscheidend, dass wir nicht in starre Abhängigkeiten geraten, sondern flexibel und verantwortungsvoll mit der Technologie arbeiten können“, so Diethelm. „Dass verschiedene Modelle genutzt werden können, ist ein wichtiger Vorteil. So können wir je nach Aufgabe abwägen, welche Lösung fachlich sinnvoll, datenschutzrechtlich vertretbar und organisatorisch praktikabel ist.“

Verantwortungsvoller Einsatz mit geschulten Mitarbeitenden

Voraussetzung für die Einführung war eine gezielte Qualifizierung der Mitarbeitenden. Alle Beschäftigten haben vor der Nutzung eine Schulung über eine Selbstlernplattform absolviert und sich dabei mit Chancen, Risiken und Anforderungen des Datenschutzes auseinandergesetzt.

„Wir wollen die Möglichkeiten der KI nutzen, aber wir tun das mit Augenmaß und Verantwortung“, erklärt Diethelm. „Wichtig ist mir, dass wir Abläufe im Arbeitsalltag vereinfachen, ohne unsere hohen Anforderungen an Datenschutz, Verlässlichkeit und Bürgernähe aufzugeben.“

Andreas Michel, Co-Gründer und CEO von Ayunis, erklärt: „Wir freuen uns sehr, Herzebrock-Clarholz auf diesem Weg zu begleiten. Wenn Kommunen ihre Erfahrungen aktiv in die Entwicklung einbringen, entstehen Lösungen, die praxisnah, souverän und übertragbar sind. Genau darin liegt aus unserer Sicht ein großer Schlüssel für die digitale Zukunft des öffentlichen Sektors.“

Die Einführung von Ayunis Core ist damit ein weiterer Baustein einer modernen und zukunftsorientierten Verwaltungsentwicklung in Herzebrock-Clarholz. Ziel bleibt es, Prozesse Schritt für Schritt effizienter, transparenter und bürgerorientierter zu gestalten — und zugleich einen Beitrag dazu zu leisten, dass digitale Innovationen auch im kommunalen Raum gemeinsam entwickelt und genutzt werden.

Über Ayunis

Ayunis ist auf sichere und souveräne Software-Lösungen für den öffentlichen Sektor spezialisiert. Bereits rund 800 Kommunen setzen auf Produkte des Münchner GovTech-Unternehmens, um ihre Prozesse zu modernisieren.

Mit Ayunis Core bietet Ayunis eine KI-Software, die speziell für den Einsatz in öffentlichen Verwaltungen entwickelt wurde. Die Lösung ermöglicht Kommunen jeder Größe einen sicheren und effizienten Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Verwaltungsalltag. Ayunis Core ist 100 Prozent Open Source, DSGVO-konform und lässt Kommunen die freie Wahl beim eingesetzten Modell. Damit bietet die Software eine europäische, datenschutzkonforme Alternative zu kommerziellen KI-Anwendungen und unterstützt Verwaltungen dabei, KI sicher und regelkonform am Arbeitsplatz zu nutzen.